Erzwungen

Jeder beruflich Pflegende muss Mitglied der Kammer werden. Und das, obwohl sie nichts für uns tun kann, weil Gehälter und Personalschlüssel ohne sie verhandelt werden.

Teuer

Schon jetzt müssen wir mehr als 100 Euro jährlich zahlen - und der Beitrag wird steigen? Wollte uns die Politik nicht entlasten? Stattdessen wird es teuer für uns.

Undemokratisch

Nur eine absolute Minderheit der Pflegenden in Rheinland-Pfalz hat sich an der Abstimmung über die Kammer beteiligt. Viele wurden bis zuletzt im Unklaren gelassen und müssen es nun ausbaden.

Gegen den Pflegekammerzwang für Pflegekräfte!

Das Netzwerk für eine freie Pflegekammer RLP

Pflegekammer ja – aber nur freiwillig, bzw. finanziert durch das Land

Am 05. Januar 2017 gründete sich „Das Netzwerk für eine freie Pflegekammer RLP“, ein Zusammenschluss kammerkritischer Pflegekräfte aus dem ganzen Bundesland. Ziel diese Netzwerkes ist es insbesondere eine freiwillige Mitgliedschaft in der Landespflegekammer durchzusetzen; dies ist auch mit den aktuell geltenden gesetzlichen Vorgaben möglich!

Es entspricht in keiner Weise unserem  demokratischen Verständnis, in eine Organisation gezwungen zu werden! (Artikel 10 (2) Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen)

Die Mitglieder diese Netzwerkes sind Kritiker der LPK weil sie sich informiert haben....und den gesamten Entstehungsprozess sowie das Zustandekommen der LPK kritisch beobachtet haben. Einzelne Mitglieder haben im Vorfeld Petitionen im Landtag bzw. Onlinepetitionen eingereicht um eine Zwangsmitgliedschaft zu verhindern, was jedoch scheiterte.

Kritikpunkte sind z.B.:

  • Das Land ist selbstverständlich berechtigt, eine Kammer, auch ohne Befragung der Betroffenen,  per Gesetz zu beschließen. Im Fall der LPK RLP beruft sich das Land jedoch auf eine Befragung, welche zum einen nicht repräsentativ ist, zum anderen Nichtbetroffene (z.B. Schüler) einschloss. In Folge dessen ist das Ergebnis nicht aussagekräftig und kann somit nicht als vermeintliche Legitimation dienen.
  • Die Vertreterversammlung der LPK wurde auf undemokratische Weise gewählt. Dem Gründungsausschuss ist es leider nicht gelungen, rechtzeitig alle potentiellen Mitglieder zu registrieren; es wurden lediglich etwa die Hälfte der Mitglieder vollständig bis zum Stichtag registriert, ist somit seiner Aufgabe  nur unzureichend nachgekommen. Somit waren nur etwa 50% der Mitglieder wahlberechtigt.
  • Die Vertreterversammlung repräsentiert die Mitglieder nicht Ihrer tatsächlichen Verteilung innerhalb der Berufsgruppen, so sind überproportional viele Pflegemanager/- Pädagogen/ und –Wissenschaftler vertreten; des Weiteren hat ein relativ hoher Anteil von Arbeitgebern, bzw. Arbeitgebervertretern den Weg in die Vertreterversammlung gefunden..., hier dürfen durchaus Interessenkonflikte vermutet werden!

Das Netzwerk will Betroffene und Kritiker vereinen, informieren, als Ansprechpartner zur Verfügung stehen und das Wirken der LPK kritisch, jedoch konstruktiv begleiten mit dem Ziel, die Mitgliedschaft in der LPK freizustellen, also auch eine freiwillige Beitragsentrichtung herbeizuführen. Eine Berufsgruppe, die ohnehin nicht als gut verdienend bekannt ist, für die Verbesserung ihres eigenen Berufstandes in Form von Zwangsbeiträgen zu verpflichten, empfinden wir als unangebracht, da die Pflege unserer Mitmenschen eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist und somit auch von der Gemeinschaft aller finanziert werden sollte. Es sollte im Interesse eines jeden Einzelnen liegen, eine sichere und professionelle Pflege zu gewährleisten. Dies jedoch kann eine Kammer alleine nicht umsetzten, da sie kein Tarifpartner ist und auch keine bundespolitische Stimme besitzt.

Zudem werden die Zwangsbeiträge zum großen Teil zur Selbstverwaltung der Kammer selbst verwendet.

Interessierten bietet diese Netzwerk eine freiwillige und kostenfreie Mitgliedschaft an, jede Pflegekraft hat die Möglichkeit sich sowohl aktiv, als auch passiv zu beteiligen. Die Mitglieder werden wir in der Öffentlichkeit und gegenüber der Politik vertreten. Neben der Webseite sollen regelmäßige Newsletter über Aktuelles im Zusammenhang mit der LPK informieren. Je größer unsere Gemeinschaft wächst, umso mehr werden wir Gehör finden, und somit unsere Chancen vergrößern unser Ziel, eine freiwillige Mitgliedschaft in der LPK zu erreichen.

Wir sind gegen die Zwangskammer für Pflegende!

Der Kammerzwang gilt für alle Fachkräfte, egal ob Voll- oder Teilzeitbeschäftigt aus folgenden Bereichen:

  • Krankenpflege
  • Kinderkrankenpflege
  • Altenpflege
  • Hebammen
  • alle, die sich in einem pflegerischen Beruf nebenberuflich mit Entlohnung betätigen (selbst geringverdienende Rentner sind betroffen )

Beitrag für die unfreiwillige Mitgliedschaft: zwischen 2,50 Euro und 25,00 Euro im Monat. Einbezogen in die Beitragsberechnung werden:

  • Bruttojahresgehalt
  • allgemeine Zuschläge
  • Zuschläge Nachtdienst
  • Zuschläge Wochenenddienst
  • Zuschläge Funktionsdienst
  • Zuschläge Weihnachtsgeld
  • Zuschläge Urlaubsgeld
  • Leistungsentgeld
  • weitere Einkommen aus pflegerischen Tätigkeiten (z.B. Honorar aus Fachvorträgen, Referenten
    und Prüfungstätigkeiten)