Pressemitteilung: Landespflegekammer RLP mit Wahrnehmungsproblemen

Landespflegekammer RLP mit Wahrnehmungsproblemen

 

Mainz den 07.02.2019

 

Kammerpräsident Dr. rer. cur. Mai schätzt Situation der Pflegekammer(n) zu optimistisch ein.

 

Jüngst äußerte Hr. Dr. rer. cur. Mai sich in verschiedenen Medien zur Situation der Landespflegekammer RLP (LPK RLP), als auch zu weiteren (geplanten) Pflegekammern in Deutschland.

So fällt seine Einschätzung der Arbeit der LPK RLP mit „Es ist relativ viel gut gelaufen“ aus unserer Sicht zu optimistisch aus. Im Gegenteil ist sehr viel eben nicht gut gelaufen! So benötigte die Kammer immerhin 3! Jahre, um den ersten rechtsfähigen Beitragsbescheid an ihre Mitglieder zu versenden, auch die falsch kommunizierte Beitragsordnung, welche erst nach 2 Jahren korrigiert ist den meisten Mitgliedern der Kammer noch gut im Gedächtnis. Wie weit mittlerweile die Registrierung der Pflegekräfte in RLP fortgeschritten ist, entzieht sich unserer Kenntnis, aber auch hierbei hatte die Kammer in der Vergangenheit ihre Schwierigkeiten.

Das der Kammerpräsident der LPK aktuell beim Kongress Pflege die Kongressteilnehmer  über eine „Idee, ein Gelöbnis einzufügen, eine Deklaration, die von jeder Pflegekraft gesprochen wird“ informierte, während seine eigenen Mitglieder davon keinen Schimmer haben, ist ein weiterer Beleg für die desaströse Öffentlichkeitsarbeit, sowie die Ignoranz gegenüber den Pflegekräften in RLP, welche das Recht haben, über solche Pläne informiert zu werden.

Überhaupt scheint der LPK RLP wenig am direkten Kontakt zu ihren Mitgliedern gelegen zu sein; so wurden auf der Kammereigenen Webseite seit Dezember 2016 keine Informationsveranstaltungen oder ähnliches veröffentlicht.

Auch der Blick über die Landesgrenze hinaus scheint für den Kammerpräsident wenig besorgniserregend, so nimmt er offensichtlich nicht wahr, dass die Pflegekammer in Niedersachsen aufgrund erheblicher Fehler nach nicht einmal einem Jahr ihres Bestehens massiv unter Druck steht, die Ministerin Fr. Reimann bereits einschreiten musste und die Kammerversammlung durch ihre Mitglieder offiziell aufgefordert wurde zurückzutreten, um Neuwahlen zu ermöglichen.

erste Kammerkritische Webseite NDS am Start…..! Demo am 23.02.2019 in Stade

die erste Kammerkritische Webseite aus NDS  ist an den Start gegangen….! Dort gibt es Infos zu geplanten Demos, Aktionen, sowie aktuelle Informationen.

 

die nächste Demo ist offenbar in Stade geplant:

Kundgebung in Stade
Gegen Zwangsmitgliedschaft in der Pflegekammer Niedersachsen
Samstag, 23. Februar 12.00 Uhr
 
Initiator: Sandra Idem
21680 Stade
Platz Am Sande

2500 bei Demo gegen Pflegekammer in Hannover 2.2.19

Heute am 02.02.2019 kamen gut 2.500 KollegInnen auf dem Opernplatz in Hannover zusammen, um ihre Stimme gegen die Zwangsmitgliedschaft in der Pflegekammer NDS zu erheben. Hier geht zum Livevideo der Kundgebung. Bilder werden noch gesammelt und nachgereicht. Video

Trotz eisiger Kälte und zeitweisem Schneefall fanden gut 2500 Pflegekräfte den Weg zur Kundgebung…, viele mit Spruchbändern, mit kurzen Statements beschriebenen Warnwesten und auch Schildern mit kreativen Texten und Bilder versehen. Das brandneue Banner unseres Netzwerks prangte frisch vom Kundgebungswagen herab! Aufgrund des eisigen Wetters wurden die Reden etwas gestrafft gehalten, um die frierenden KollegInnen vor möglichen Kälteschäden zu schützen. Zu den Rednern gehörten: Stefan Cornelius (Gründer der Onlinepetition Nein zur Pflegekammer NDS, Pia Zimmermann (die Linke), Stefan Birkner (FDP), Kai Boeddinghaus (Bundesverband für freie Kammern e.V.), Klaus Behrens (Netzwerk für eine freie Pflegekammer RLP), Kai Warneke (nein zur Pflegekammer 2018 NDS) und Aysun Tutkunkardes  (verdi ) .

Aus meiner Sicht eine sehr gelungene Veranstaltung, welche auch sehr gut vorbereitet war. So gab es reichlich Kaffe und weitere Getränke, auch belegte Brötchen und warmer Eintopf machten die Kälte etwas erträglicher. Auch die Beschallung war sehr gut, so verstanden auch die letzen Reihen jedes Wort der Redner problemlos.

Wünschenswert wäre, wenn mit dieser Kundgebung ein Startschuss (auch wenn es schon mehrere kleinere Veranstaltungen gab) für einen starken Widerstand gegen den Kammerzwang in NDS gefallen wäre und man dort engagiert weitermacht!

Die Kontakte zu unserem Netzwerk konnten im Rahmen der Kundgebung vertieft werden; so hoffen wir auf eine konstruktive und starke Zusammenarbeit über die Bundeslandesgrenzen hinweg.!