Aufruf zur Registrierung in Niedersachsen und Schleswig-Holstein

Häufig erreichen mich Nachrichten von KollegInnen aus Niedersachsen und Schleswig-Holstein, welche den jeweils kommenden Pflegekammern kritisch gegenüberstehen, oder diese sogar ganz ablehnen und sich nicht sicher sind ob sie sich registrieren sollen, oder ob es Mittel und Wege gibt dem Kammerzwang zu entrinnen…..
Grundsätzlich bin ich der Meinung, daß eine Pflegekammer mit einer freiwilligen Mitgliedschaft möglich und auch finanzierbar ist!
Nichts desto Trotz gibt es die Pflegekammer mit Zwangsmitgliedschaft nun in einigen Bundesländern aufgrund eines Gesetzes , bzw. werden dort gerade eingerichtet, dieser Realität müssen sich auch Kritiker, bzw. Gegner der Pflegekammern stellen.
Die Kammerbefürworter haben den Kritikern eines Voraus, sie engagieren und organisieren sich seit bereits 20 Jahren….
Aus diesem Grund finde ich es sehr wichtig, daß sich Kritiker nicht nur organisieren, sondern sich aktiv an der Kammergestaltung, dort wo sie gegründet werden, beteiligen!
Die Erfahrungen aus Rheinland-Pfalz zeigen, daß sich Gegner und Kritiker der Registrierung zu verweigern versuchten, mit eher geringem Erfolg, was dazu führte, daß die nicht vollständig registrierten KollegInnen bei der Wahl der Vertreterversammlung weder wahlberechtigt waren, noch sich selbst wählen lassen konnten.
Manchem mag das egal sein, sinnvoll ist es keinesfalls!
Nur indem man sein Wahlrecht in Anspruch nimmt, kann man Einfluß nehmen; in Rheinland-Pfalz sind aus oben genannten Gründen praktisch keine Kammerkritiker vertreten, so ist die notwendige Heterogenität in der Vertreterversammlung nicht gewährleistet. Wirklich gute Ergebnisse kommen nur mit kontroversen Auseinandersetzungen zustande, dies sehe ich jedenfalls gegenwärtig in Rheinland.-Pfalz nicht gewährleistet.
Gegenwärtig gibt es, meines Wissens, im Regelfall keine Möglichkeit der Zwangsmitgliedschaft dauerhaft auf legalem Weg zu entziehen. Eine Nichtregistrierung führt lediglich dazu, daß das Wahlrecht verloren geht, in der Folge möglicherweise noch Bußgelder fällig werden.
Aus diesem Grund empfehle ich tatsächlich jeder Pflegefachkraft sich vollständig zu registrieren, sich mit Gleichgesinnten zusammen zu tun und Vertreter in die Vertreterversammlung zu wählen!

Aufforderung an Niedersachsens Politik die Gründung einer Pflegekammer kritisch zu prüfen

Kritiker der geplanten Pflegekammer in Niedersachsen haben einen Brief an die Politik verfasst (siehe unten stehenden Link), mit dem Ziel die Niedersachsens Politiker an ihre Wahlversprechen zu erinnern!
Immerhin wurden dort 10500 Unterschriften gegen die Gründung einer Pflegekammer gesammelt, ein Votum auf das der Politik im Rahmen der aktuell dort stattfindenden Koalitionsverhandlungen erneut hingewiesen werden soll.

Kollegen welche kritisch der Gründung einer Pflegekammer mit Zwangsmitgliedschaft in Niedersachsen gegenüber stehen dürfen den Brief gerne in Ihrem Namen versenden!

Pflegekammer in Niedersachsen 8.11.

Landespflegekammer RPL offenbar ohne Geschäftsführer/in

Offenbar weitgehend unbemerkt von den der Landespflegekammer RLP ist die Geschäftsführerin Fr. Kistler aus ihrem Amt ausgeschieden. https://www.bffk.de/aktuelles/pflegekammer-rheinland-pfalz-der-erste-versorgungsfall.html
In der Tat findet man im Impressum der Landespflegekammer schon seit einiger Zeit keinen Hinweis auf eine/n Geschäftsführer/in.
Da ein Wechsel in dieser Position durchaus von Bedeutung ist, darf es zumindest verwundern, das dies nicht den Mitgliedern der Landespflegekammer RLP kommuniziert wurde.

Nachlese der politische Podiumsdiskussion und Speed-Dating zur Bundestagswahlder Landespflegekammer RLP am 17.08.2017 in Mainz

Nun ist sie also vorbei, die Politische Podiumsdiskussion und Speed-Dating zur Bundestagswahl, veranstaltet von der Landespflegekammer RLP.

Die Bilanz darf wohl durchaus als erschreckend bezeichnet werden…….!
– erschreckend das geringe Interesse der Pflegenden…..
– erschreckend, wie wenige Vertreter der Landespflegekammer, bzw. der Vertreterversammlung zugegen waren…..
– erschreckend wie häufig der Satz „das weiß ich auch nicht“ durch die anwesenden Politiker als Antwort auf Fragen bemüht wurde…..

Gerade einmal etwa 30 Interessierte folgten der Einladung der Landespflegekammer RLP zur „!politischen Podiumsdiskussion und Speed-Dating zur Bundestagswahl“; hier bereits mitgezählt sind die Politiker, welche sich den Fragen stellen, der bestellte Moderator, die 3 anwesenden Vorstandsmitglieder der Landespflegekammer, die 6-7 Vertreter der Presse, bzw. des Presseteams der Kammer…., so das eine recht überschaubare Anzahl von etwa 15 interessierten Pflegenden übrig bleibt, welche den Weg in die Unimedizin Mainz fanden, um sich zu informieren……
Dieses offensichtliche Desinteresse der etwa 40.000 beruflich Pflegenden, sowie der 81 gewählten Vertreter des „Pflegeparlamentes “ in RLP sollte sowohl bei der Landespflegekammer, als auch bei der Politik in allen Bundesländern sämtliche Alarmglocken schrillen lassen….. Die vermeintlich von der Mehrzahl der beruflich Pflegenden herbeigesehnte Pflegekammer ist und bleibt, trotz vermeintlich durch Studien belegter Zustimmung, ein Märchen….! Dies wird u.a. durch die aktuelle, wie auch vergangene Informationsveranstaltungen der Landespflegekammer RLP mehr als deutlich…..
Die beruflich Pflegenden benötigen in der Tat eine gute und starke Interessenvertretung….., die Landespflegekammer mit Zwangsmitgliedschaft ist dies offensichtlich nicht, belegt u.a. dadurch, das sie nicht in der Lage scheint ihre Mitglieder zu erreichen, geschweige denn, diese zu mobilisieren. So ist und bleibt die Landespflegekammer der befürchtete zahnlose Papiertiger……

Pflegepräsident Westerfellhaus: „Signal an die Bundespolitik“

Nun hat am gestrigen Dienstag der deutsche Pflegerat mit der Landespflegekammer RLP also die Bundespflegekammer beschlossen…..
Ebenso, das der „byerische Pflegering“ nicht dabei sein darf……, die korrekte Bezeichnung des verhassten Konstrukts „Vereinigung der Pflegenden in Bayern“ kommt schon nicht über seine Lippen….
Ebenso verwundert es, das die beiden Bundesländer, in welchen gerade Landespflegekammern entstehen an diesem Entscheidungsprozess offensichtlich nicht beteiligt waren….
Das eine, oder mehrere Landespflegekammern eine Bundespflegekammer gründen können und dürfen ist unbestritten…., was aber den deutschen Pflegerat mehr legitimiert als eine gesetzlich eingerichtete Interessenvertretung wie die „Vereinigung der Pflegenden in Bayern“ bleibt verborgen…..
Auch warum die „Vereinigung der Pflegenden in Bayern“ nicht Mitglied einer Bundespflegekammer werden darf wird nicht ausgeführt….., denn immerhin liegt die Organisation und die Entscheidung wer dabei sein darf in den Händen derer, die die Bundespflegekammer gründen, gesetzliche Vorgaben gibt es nicht…..
Das Beste ist aber, das Pflegepräsident Westerfellhaus erklärt: „Ferner wird die Bundespflegekammer eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit anderen Selbstverwaltungsorganen anstreben“….. nur eben nicht mit dem ungeliebten „Vereinigung der Pflegenden in Bayern“….
Hier tritt offen zu Tage, welche Intentionen die Macher tatsächlich verfolgen….., es geht offenbar nicht um eine wirkliche Interessenvertretung der Pflegenden in Deutschland, sonst wäre man bereit konstruktiv mit Alternativen zusammenzuarbeiten, sondern auch in weiteren Bundesländern Pflegekammern mit Zwangsmitgliedschaft zu etablieren….!
Demokratisch ist dieses Vorgehen wohl kaum…., daher tatsächlich ein starkes Signal an die Bundespolitik, Landespflegekammern mit Zwangsmitgliedschaft haben offensichtlich ein falsches Demokratieverständnis, sind abzulehnen!

LPK RLP demontiert sich selbst……

Offensichtlich hat die LPK ein Problem mit sich selbst……. nach dem Artikel in der Rheinzeitung ( wir haben berichtet) folgte schnell der Versuch der LPK durch einen weiteren Sprecher die zuvor bestätigten Zahlen zu „relativieren“….. so weit so gut…, oder auch nicht….. Machte dieser 2. Sprecher in dem von bibliomed veröffentlichten Artikel schon einige unglückliche Aussagen, wird es in einem aktuellen Artikel auf Focus online ( http://www.focus.de/regional/mainz/gesundheit-pflegekammer-muss-mit-zahlungsverweigerern-umgehen_id_7366533.html) geradezu grotesk!
Zitat:“Henze sagte der dpa, die Kritik, der Vorstand der Kammer sei eher arbeitgeberlastig, treffe nicht zu. So säßen zum Beispiel auch eine Kinderkrankenschwester, ein Krankenpfleger und der hauptberufliche Mitarbeitervertreter eines großen Gesundheitskonzerns in dem ehrenamtlichen neunköpfigen Gremium.“
Da hat wohl jemand die Orientierung verloren, oder weiß überhaupt nicht für wen er da tätig ist……, egal…., wir helfen gerne auf die Sprünge….
Also aufpassen.., das 9köpfige Gremium besteht ausschließlich aus Personen, welche Gesundheits- und Krankenpfleger/in, Altenpfleger/in, oder Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in sind! Des Weiteren darf man getrost 6 dieser 9 Personen als Arbeitgebervertreter bezeichnen, demzufolge ist dieses Gremium absolut arbeitgeberlastig!
Die LPK RLP hat offensichtlich größere (Image)Probleme als ohnehin schon befürchtet.
Andererseits, was wäre schon ein Sommerloch ohne solche Possen….

zu dem bibliomedArtikel „Kammer weist Vorwürfe zurück“

Bibliomed veröffentlichte einen Artikel https://www.bibliomed-pflege.de/alle-news/detailansicht/32737-kammer-weist-vorwuerfe-zurueck/, in dem ein Kammersprecher die Vorwürfe im Zusammenhang mit Beitragszahlungen zurückweist……
Wir lernen daraus, dass die Mehrzahl der 3000 Nichtzahler keine Zahlungsverweigerer sind, sondern andere Gründe, wie falsche Kontodaten, Schwangerschaft oder Umzüge das Nichtzahlen begründen….
Was lernen wir daraus?? Einige (viele) Pflegefachkräfte haben offensichtlich Probleme korrekte Kontodaten zu übermitteln, die von der Kammer festgestellte Überalterung der Pflegenden schützt nicht vor Schwangerschaften und sonderlich sesshaft ist diese Berufsgruppe wohl auch nicht….Erst gar nicht erwähnenswert fand der Sprecher die Zahl derer, welche noch nicht vollständig, bzw. gar nicht registriert sind…., denn dies dürften auch noch einmal geschätzte 2000-3000 Nichtzahler sein…..
Des Weiteren behauptet der gute Mann das die Akzeptanz aufgrund zahlreicher Informationsveranstaltungen besser werde…. evaluiert ist diese Aussage zumindest nicht…!
Wann und wo diese „zahlreichen“ Informationsveranstaltungen stattgefunden haben sollen, bleibt indes ungewiss…, aktuell (19.07.2017 20:00 Uhr) steht lediglich eine Informationsveranstaltung auf dem bis Dezember reichenden Kalender auf der Homepage der LPK RLP…, da ich die Homepage regelmäßig besuche, versichere ich, das auch in den letzten Monaten dort nicht wesentlich mehr Informationsveranstaltungen beworben wurden. Wenn man dann noch an das Interview von Fr. Postel denkt, in welchem sie angab, das lediglich 5-50 Teilnehmer zu einer Veranstaltung kämen, so ist die Anzahl derer, welche potenziell „bekehrt“ werden konnten eher gering……
Unter dem Strich bleibt die Erkenntnis, dass die LPK RLP (wieder) einmal nicht, bzw. nur ungenügend ihrer Aufgabe nachkommt! Ihr ist es bis heute nicht gelungen die Plegefachkräfte in RLP vollständig zu registrieren, geschweige denn, dass sie die Beiträge vollständig beitreibt.
Es scheint, als wäre die LPK bereits mit den grundlegenden Aufgaben einer Selbstverwaltung überfordert …., wie bitteschön will sie da noch die Interessen der Pflegenden in der Politik durchsetzen?

Die Pflegekammer RLP spaltet! die Gemüter einmal mehr.

Der Vorsitzende der Pflegekammer RLP Hr. Dr. Mai bringt einmal mehr ein umstrittenes Thema auf…, eine eigene Pflegegewerkschaft…….
Eine Forderung, welche auf den ersten Blick möglicherweise naheliegend und nachvollziehbar, sollte man sich einmal die Frage stellen, wie Hr. Dr. Mai auf eine solche Idee kommt…?!
Zunächst einmal weist er auf eine Reihe von inhaltlichen Differenzen mit Verdi hin, welche bisher die Pflege gewerkschaftlich vertritt. Benannt werden diese Differenzen nicht,,,,,,
Des Weiteren unterstellt Hr. Dr. Mai das Pflegekräfte Verdi nicht vertrauen…, Zitat Dr. Mai „Vertrauen drückt sich auch in Mitgliederquoten aus“. Nun dies lässt sich natürlich nicht zwingend widerlegen, sollte einem andererseits auch zu denken geben, denn immerhin vertritt Hr. Dr. Mai gleich mehrere Berufsverbände (auch in der Pflegekammer RLP) welche niedrige Mitgliedsquoten aufweisen. Das ausgerechnet diese, in Zusammenarbeit mit der Landespolitik eine Pflegekammer mit Zwangsmitgliedschaft heraufbeschworen haben, welche sich um solche Mitgliedsquoten nicht scheren muss, rundet das Bild ab.
Spannend wäre doch einmal, wie viele Mitglieder Pflege- und Ärztekammer hätten, wenn die Mitgliedschaft freiwillig wäre……, nur gut, das es den Gesetzgeber und das Heilberufegesetz gibt, so müssen sich besagte Kammern dieser Vertrauensfrage nicht stellen.

zu dem Artikel „Verbände schlagen Alarm“

 

https://www.bibliomed-pflege.de/alle-news/detailansicht/32439-verbaende-schlagen-alarm-cdu-schleswig-holstein-will-pflegekammer-abschaffen/

Das Netzwerk für eine freie Pflegekammer unterstützt ausdrücklich das Vorhaben der CDU in Schleswig-Holstein!

Entgegen der Darstellung von Hr. Westerfellhaus (Präsident deutscher Pflegerat) ist die Einführung eines vertretenden freiwilligen Pflegering eine durchaus die professionelle Pflege wertschätzende Maßnahme! Auf diese Weise wird die Autonomie eines jeden professionell Pflegenden gewahrt, indem jeder selbst bestimmen darf, ob und wer seine Positionen gegenüber Dritten vertreten darf.

Dem Vorsitzenden des Verband der PflegedirektorInnen der Unikliniken Thorsten Rantzsch geben wir in sofern Recht, als das in der Tat kein Platz für Arbeitgebervertreter in einer demokratisch legitimierten Interessenvertretung beruflich Pflegender ist! Gerade dies ist jedoch in der 1. Landespflegekammer Deutschlands, nämlich in RLP der Fall. Dort dominieren Arbeitgeber und Arbeitgebervertreter den Vorstand, besetzen 6 der 9 Vorstandsplätze! Wie viele weitere Arbeitgeber/ Arbeitgebervertreter der 81köpfigen Vertreterversammlung angehören, lässt sich nur erahnen…….

Gemeldete Erfolge der LPK RLP, wie z.B. die Erhöhung der Investitionsmittel des Landes in Krankenhäuser dürfte wohl eher insbesondere Arbeitgeber und deren Vertreter freuen…, denn ob und in welcher Form die professionell Pflegenden von diesen Mitteln partizipieren ist durchaus fraglich!