Ergebnis Online-Umfrage der Landespflegekammer RLP zum Thema „Fachspracheüberprüfung“

Jüngst veröffentlichte die LPK das Ergebnis besagter Umfrage.

Sehen wir einmal über die offensichtlichen, methodischen Fehler hinweg, fällt vor allem die geringe Beteiligung an der Umfrage auf! Gerade einmal 71! Kolleg/Innen haben sich an dieser Umfrage beteiligt……. Ein angeblich großes Interesse der Pflegenden am Wirken der LPK ist hier wahrlich nicht zu erkennen! Berücksichtigt man dann auch noch, das bereits die Vertreterversammlung der LPK RLP allein schon 81 Vertreter stellt, wird die Sache erst richtig peinlich…..! Es wird offenkundig, das es der LPK nach wie vor nicht gelingt ihre Mitglieder zu erreichen.

Wir wollen die Pflegekammer nicht!

Bisher haben wir seitens der Kammer nur Drohungen und Forderungen erlebt. Was tut diese Kammer für uns?
Wir brauchen keine Pflegekammer – ein geldverzehrendes, undemokratisches Monster, das dazu noch von Personen geführt wird, welche vor allem aus den Etagen der Pflegedirektion kommen und von der Arbeit „am Bett“ keine Ahnung mehr haben.

Wir, die Pflegenden, fordern eine freiwillige Mitgliedschaft in der Pflegekammer – statt einer teuren Zwangskammer, die uns nicht helfen kann!

Zusammen mit mehreren hundert weiteren Pflegekräften aus Rheinland-Pfalz haben wir schon gegen die Pflegekammer protestiert und auch juristische Schritte vorbereitet. Die Presse hat sehr breit darüber berichtet.

Hier sind einige der Berichte:

Der Kammerprotest wird sichtbar

Pflegende aus ganz Rheinland-Pfalz haben ihren Protest gegen die Pflegekammer gezeigt. Sie demonstrierten gegen den Zwang, auf eigene Kosten einer Kammer beitreten zu müssen, die sie nicht gewollt haben. In teils emotionalen Reden berichteten Pflegende auch von Druck seitens der Kliniken, sich bei der Kammer zu registrieren.

Organisiert wurde der Protest direkt aus den Reihen der Pflegenden in Rheinland-Pfalz. Die Pflegekammer, die von der Landespolitik nach einer oberflächlichen und nicht sehr aussagekräftigen Befragung verpflichtend eingeführt wurde, lehnen wir aus guten Gründen ab:

  • Wir selbst tragen die Kosten und werden zur Mitgliedschaft gezwungen
    Jeder, der beruflich in der Pflege tätig ist, wird in die kostenpflichtige Kammer gezwungen und muss einen Beitrag zahlen, der schon jetzt über 100 Euro im Jahr beträgt und vermutlich weiter steigen wird, wenn die Kammer weiter wächst, mehr Funktionäre beschäftigt und wir diese Kosten tragen müssen. Damit werden wir Pflegende noch mehr belastet!
  • Kein Mitspracherecht an den wirklich wichtigen Stellen
    Welchen Nutzen soll diese Kammer für uns haben? Bei Verhandlungen zu Gehältern und Personalschlüsseln wird die Kammer auch in Zukunft nicht mitsprechen dürfen. Und wir fühlen uns von der Kammer nicht vertreten, sie sollte also auch nicht im Namen aller Pflegenden in Rheinland-Pfalz sprechen dürfen.
  • Nur Bürokratie und keine Unterstützung
    Die Kammer dient lediglich der Selbstverwaltung und Kontrolleder Pflegenden. Sie ist keine Interessenvertretung.
  • Mehr Bürokratie, zusätzliche Kontrollen und Fortbildungen auf unsere Kosten
    Die Pflegekammer soll unsere berufliche Qualifikation kontrollieren. Das bringt nur mehr Bürokratie ohne weiteren Nutzen. Und wir werden verpflichtet, uns bei Veranstaltungen der Pflegekammer regelmäßig fortzubilden – in unserer Freizeit und teilweise auf eigene Kosten. Was sollen wir denn noch alles leisten?